Warum jede Organisation von Klarheit durch HR-Arbeit profitiert
- Magdalena Gebhardt
- 7. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Jan.

Klarheit klingt oft nach etwas Nüchternem, beinahe Bürokratischem. In meiner Arbeit steht Klarheit jedoch für etwas ganz anderes. Sie ist eine Form von Orientierung, die Menschen in die Lage versetzt, gute Entscheidungen zu treffen, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.
In Unternehmen entsteht Reibung meist dort, wo Erwartungen unausgesprochen bleiben. Rollen verschwimmen, Aufgaben werden doppelt erledigt oder gar nicht, Entscheidungen dauern länger als nötig. Viele Konflikte beginnen nicht bei der Sache, sondern bei der Frage, wer was tun sollte und warum nicht.
HR-Arbeit schafft einen Rahmen, der diese Unsicherheiten reduziert. Ein klar definierter Prozess, ein verständlich formuliertes Rollenprofil, ein transparenter Kommunikationsfluss. Nichts davon ist spektakulär und doch verändert es den Arbeitsalltag spürbar, weil Menschen darauf vertrauen können, dass sie wissen, woran sie sind. Sie erleben Klarheit durch HR-Arbeit.
Psychologische Sicherheit, wie sie Amy Edmondson erforscht hat, entsteht nicht nur durch persönliche Offenheit, sondern durch Strukturen, die Verlässlichkeit ermöglichen. Und die Forschung von Locke und Latham zeigt seit Jahren, dass klare Ziele und Erwartungen entscheidend für Motivation und Leistung sind. Das sind nur zwei Beispiele von vielen.
Es ist vollkommen klar, dass nicht jede Organisation von Beginn an eine "HR-Person" einstellt, jedoch kann man projektbasierte oder interimsmäßige Vorkehrungen treffen, um HR von Anfang an mitzudenken und vorzubereiten bis es dann diese HR-Person gibt. Damit Strukturen bestehen bevor das Wachstum stattfindet, Klarheit den Weg weist und nicht im Nachhinein hauptsächlich "aufgeräumt" werden muss.
Für mich ist HR genau das: das Etablieren von Klarheit auf allen Ebenen. Und Klarheit macht Teams stärker, schneller und menschlicher.
Wie klar ist eure Organisation wirklich?
Lasst uns gemeinsam einen Blick darauf werfen.
Wissenschaftliche Quellen
Edmondson, A. (1999): Psychological Safety and Learning Behavior in Work Teams. Administrative Science Quarterly. Locke, E. & Latham, G. (2002): Building a Practically Useful Theory of Goal Setting and Task Motivation. American Psychologist.

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